Das große Jubiläum des Gesangvereins

Zu einer kleinen beschwingten Party hatte der Gesangverein Union 1864 Niederhofheim seine Mitglieder und Freunde anlässlich des 150sten Jubiläums eingeladen. „Wir haben  unsere komplette Crew für Schiff und Hafen angeheuert“, so Moderatorin Sigrid Stark, „nur unser Musikschüler sind noch zu Hause, Muttertagsgeschenke basteln.“ Ansonsten hatte sich die komplette Mannschaft eingeschifft, um zusammen mit Gratulanten und Gästen ein kleines und abwechslungsreiches Programm zu präsentieren. Mit „Ich wollte nie erwachsen sein“ von Peter Maffay stellte sich der erst kürzlich vom Stapel gelaufene, extra für das Fest gegründete Projektchor vor. Am Ruder war - wie auch bei allen anderen Chören der Union - Henning Schütz. Natürlich richtete auch der Kapitän der Union, Helmut Haist, einige Grußworte an die Gäste, wie auch der Schirmherr der Veranstaltung, Landrat Michael Cyriax. Ganz im maritimen Bild wurde „Hafenmeisterin“ Eva Söllner begrüßt, die im Heimathafen Liederbach Ordnung und Sicherheit gewährleistet, Liegeplätze zuweist und den Hafenumschlag organisiert und überwacht, auch die Befahrbarkeit der Hafenbecken stelle sie sicher.

Aber auch feiern tut sie sehr gerne, das hatte sie zur Freude der Union bereits am Freitagabend bei den Südtiroler Spitzbuam unter Beweis gestellt. In der ausverkauften Liederbachhalle feierten viele ausgelassene Liederbacher, was das Zeug hielt, fast alle im Trachtenlook, mit Schunkelrunden und Tanz. Südtiroler Spezialitäten und Getränke vom Durstlöscher-Spezialisten - der Freiwilligen Feuerwehr - rundeten das organisatorisch herausfordernde und sehr gut gelungene Fest ab. Eva Söllner wiederum verteilte neben den obligatorischen Grußworten auch noch Rosen für „Mütter und starke Frauen“.

Zum 150sten Geburtstag durfte natürlich auch ein Rückblick nicht fehlen: 1864 wurde die Union aus der Taufe gehoben - nur von Männern, so Sigrid Stark. 110 Jahre habe es dann gedauert bis die Jungs die Pubertät überwanden und feststellten, dass Singen gemeinsam mit Frauen viel größeren Spaß macht. Kinder aber kamen schon früher - wie im wirklichen Leben eben. 1972 war es schon so weit, die Akkordeongruppe wurde geboren. Selbstverständlich blieb dann auch die Midlife-Crisis nicht aus und so musste was Jüngeres her: Just For Fun wurde ins Leben gerufen. Das war 2002. Nach weiteren schnell vergangenen zwölf Jahren zählt man plötzlich schon zu den „Best Agern“, und als solche sucht man selbstverständlich neue Herausforderungen, z. B. in dem man einen Projektchor gründet und zum Geburtstag eine gigantische Party feiert. Viele weitere befreundete Kapitäne, Steuermänner und -frauen von Schiffen, die mit dem Gesangverein Union schon lange Jahre im Liederbacher Heimathafen liegen, kamen, um dem Verein zu „salutieren“, die Liederbacher Landfrauen hatten als Geschenk sogar zwei Tänze mitgebracht.

Die Vielfalt der Chöre spricht für den Verein: Der Projektchor hat sich alten und neuen Schlagern verschrieben, der Gemischte Chor schöpft sein Repertoire vornehmlich aus dem traditionellen Liedgut und die Sängerinnen und Sänger von „Just for Fun“ mögen es moderner und interpretieren gerne Gospels und Popsongs. Am Sonntag hatten sie zwei Songs im Gepäck: „Sunny“ - ein Hit aus den 60igern, und spätestens seit Boney M jedem bekannt und den fetzigen Samba „Brazil“, mit dem der junge Chor die Gäste dann schon ein wenig auf das nächste Highlight in diesem Jahr einstimmen wollte: die WM. „Ich konnte also grad mal so laufen – da bekam ich schon ein Akkordeon auf den Schoß“, erinnerte sich Gründungsmitglied Sigrid Stark an die Entstehung der  Akkordeongruppe 1972, das war vor 42 Jahren. „Und es macht immer wieder Spaß“, freute sich Sigrid Stark, setzte sich auf ihren Platz und nahm das Akkordeon in die Hand.  Gespielt wurden Songs aus der West-Side Story. Besonderen Dank sprach die Moderatorin dem Vorsitzenden Helmut Haist und dem Ehrenvorsitzenden Diethard Vorberg aus, die das rundum gelungene Jubiläumsfest mit dem Auftritt der Spitzbuam und der akademischen Feier am Sonntag geplant und organisiert hatten.

© Kelkheimer Zeitung

Ein Bericht des Höchster Kreisblatt ist hier zu finden: "Freude an Musik und Gesang ist geblieben"

Mit Schwung ins Jubiläumsjahr

„Kein Pilotenstreik konnte Sie aufhalten, um heute Nachmittag hier rechtzeitig in der Scheune zu sein“, witzelte Moderatorin Sigrid Stark von der Akkordeongruppe des Gesangverein Union 1864. „Und warum sollte man auch nach New York, London, Hamburg oder Paris reisen um weltberühmte Musicalmelodien zu erleben? Das geht auch in Liederbach.“ Beim Gesangverein Union gab es Musicals satt: den populär-beschwingten „Starlight-Express“, die dramatisch-klassische „West-Side-Story“ und - durch den Kinofilm in 2013 topaktuell – „Les Misérables.“

Doch auch die erste Hälfte des Konzerts hatte es in sich: unterschiedlichste Gruppierungen begaben sich hier auf die Bühne und es gab dabei einige Premieren. So etwa die Begrüßung der zahlreich erschienenen Gäste durch die Akkordeon- und Melodica-Schüler gemeinsam mit dem Orchester „Just for Fun“ aus Steinbach-Oberursel. „Profis, Wiedereinsteiger, Spätzünder, Anfänger und Schüler sind hier auf der Bühne vereint“, meinte Sigrid Stark, Musiker von sechs bis 66 plus zeigen wie Junge und Junggebliebene dank Musik harmonieren können. Für Begeisterung sorgte auch die „Insel mit zwei Bergen“ bekannt aus der Augsburger Puppenkiste und „Nehmt Abschied Brüder“, als Lokführer fungierte Henning Schütz. Mit einem beschwingten Frühlingslied läuteten die SängerInnen dann offiziell das Jubiläumsjahr ein.

Im Jahr1864 wurde die Union gegründet, und – wie es in diesen Zeiten so üblich war - selbstverständlich als reiner Männerchor. Es dauerte schier endlose 110 Jahre – bis 1974 – bis den Frauen die Emanzipation gelang und sich zusätzlich zum Männerchor ein Gemischter Chor etablierte. 1985 war es dann soweit und die Frauen haben - wie im wirklichen Leben – auch die verbleibenden Sänger des Männerchores bezirzt und fortan wurde nur noch gemeinsam gesungen. In der Zwischenzeit sorgte die Union für Nachwuchs und gründete auf Initiative die Akkordeongruppe. Das war 1972.

Dann, 2002 ,galt es, neue Wege zu beschreiten und ein junger Chor „Just for Fun“ wurde ins Leben gerufen. „Jetzt zum Geburtstag stecken wir wieder voller Tatendrang“, freute sich Sigrid Stark, „wir haben einen Projektchor aus der Taufe gehoben, der sich unter anderem alten Schlagern widmen möchte.“

Die Resonanz sei groß gewesen, einige Sängerinnen von „Just for fun“ sind dazu gestoßen und erfreulicherweise ganz viele mutige neue SängerInnen. Nach gerade einmal vier Proben trauten sich die „Frischlinge“ schon auf die Bühne und gaben unter anderem den Klassiker „Seeman, lass das Träumen“ zum Besten.

Ordentlich was los im Jubiläumsjahr

Im Jubiläumsjahr des Gesangvereins ist der traditionelle musikalische Kaffeeklatsch nicht das einzige Ereignis. Am 9. Mai hat der Verein für seine Mitglieder und Freunde die Südtiroler Spitzbuam zu Gast. Ab 19 Uhr kann man in der Liederbachhalle diese Band live erleben, Musik und Gaudi non stop, zur Stärkung gibt es Südtiroler Spezialitäten. Karten gibt es im Vorverkauf im Blumengeschäft Thiele oder im Schreibwarenladen Sullikowski. Nach ganzen zwei Tagen zur Regeneration findet dann am 11. Mai um 11 Uhr die offizielle akademische Feier des Vereins in der Kulturscheune statt. Schirmherr ist Landrat Michael Cyriax.

Zum Abschluss der Jubiläumsfeierlichkeiten steht dann ein kleines Konzert mit den beiden Chören und auch mit dem Projektchor und der Akkordeongruppe in der Kulturscheune auf dem Programm. „Damit es leicht zu merken ist, haben wir als Tag wieder einen 11. ausgewählt – allerdings diesmal den 11.Oktober“, so Siggi Stark.

Bereits im Kindergarten rockte er zusammen mit seinen Kumpels die Sommerfeste, nun kam er zum ersten Mal fast solo auf der Bühne, der kleine Gitarrist Lars Möller zupfte gemeinsam mit seinem Lehrer Henning Schütz „Und der Wind treibt Regen übers Land“ auf der Gitarre.

„Hit the road Jack“ - ein Titel mitten aus dem Leben gegriffen - wurde in gewohnt fetziger swingender Art von „Just for Fun“ vorgetragen. „Die Dame wirft den Kerl raus, das ist aber nur im Song so“, meinte Siggi Stark, denn „grundsätzlich, liebe Herren der Schöpfung, brauchen wir Euch schon – zum Singen jedenfalls“ und lud alle männlichen potentiellen Sänger schon mal zur Probe jeden Dienstag ab 21.15 Uhr in die Kulturscheune ein.

Aber nicht nur solch garstige Songs, auch romantische Popsongs, Schlager und auch Gospels hat der Chor im Repertoire. Am Sonntag gab‘s noch einen Samba dazu, bei „Brazil“ konnte jeder mitsummen und -wippen und noch dazu passt dieser Samba ins Jahr 2014, das Jahr der Fußballweltmeisterschaft. Für den heißen Rhythmus sorgte, wie bei allen anderen Formationen auch, Henning Schütz.

Regie führte „The Master of the House“ Henning Schütz.

© Kelkheimer Zeitung

Jubiläumsfeier 10 Jahre Just for Fun

Was sollen wir uns den Kopf zerbrechen und einen Artikel verfassen, wenn die Kelkheimer Zeitung unser spaßiges und harmonisches Geburtstagsfest so treffend beschreibt:

Einen Trommelworkshop hatten sich die experimentierfreudigen Mitglieder des Chors Just for Fun zum 10jährigen Geburtstag geschenkt, „mal was ganz anderes, das aber auch viel mit Rhythmus und vor allem Spaß an der Musik zu tun hat, getreu unserem Namen und Motto: Just for Fun“, freut sich Iris Otto über den gelungenen Abend.

Unter der Leitung von Florian Dressler erarbeiten die rund 30 Teilnehmer in einer Stunde ein mehrstimmiges Stück, dass die weiteren Gäste dann am Abend zu hören bekamen. Nach einen kleinen Stärkung für alle gestaltete Just for fun aus seinem Repertoire der letzten Jahre mit einer Auswahl von zehn Liedern auch den weiteren Abend. „Zur Überraschung und Unterhaltung der Gäste wurde jedes Lied von einem „Nummerngirl“ untermalt, das die Jahreszahl, in dem das Lied erstmals gesungen wurde, vor dem Publikum entlang trug. Clou dabei war, dass die „Nummerngirls“ alle in dem passenden Outfit zu den jeweiligen Liedern auftraten“, erzählt Iris Otto. So waren bei der „Champs Elysee“ zwei Franzosen mit Baguette und Baskenmützen vertreten, bei „Jamaika Farewell“, einem karibischen Song von Harry Belafonte, tanzte ein Sänger im Baströckchen über die Bühne. „Dream a little dream of me“ zeigte einen Sänger mit Nachthemd, Schlafmütze und Kuschelkissen, bei „Stand by your man“ erschien gar eine Braut mit Schleier und tosenden Applaus gab es zu dem afrikanischen Lied „Siyahamba“, als ein „Afrikaner“ mit Rasterlocken und Lendenschurz vor das Publikum trat. Unbestrittener Höhepunkt war die Darbietung der „Zuckerpuppe aus der Bauchtanzgruppe von der ganz Marokko spricht“, die im passenden Outift gekonnt getanzt wurde von Birgit Lippert.

Nach so viel Spaß und Musik gab es ein herzliches Dankeschön an den Chorleiter Henning Schütz, der den Gesangverein Union 1864 mit seinem gemischten Chor und dem „jüngeren“ Chor Just for Fun mit Schwerpunkt auf Gospel, Jazz, Schlager und Swing seit vielen Jahren mit seiner Musikalität professionell leitet. Für ihn war in einer Brauerei eigens ein Jubiläumsbier gebraut worden mit Just for Fun-Logo und Foto. Zu später Stunde trugen dann die Vereinsmitglieder Anke Dettmann und Beate Niederschlag einen musikalischen Rückblick auf die letzten zehn Jahre vor, in dem so manche Anekdote zu der Melodie „Wo die Nordseewellen schlagen an den Strand“ verarbeitet wurde. Selbstverständlich wurde auch hier laut und fleißig mitgesungen.

Beschwingt und fröhlich geht Just for fun nun in das nächste Jahrzehnt. Am 29. September 2012 wird es einen kurzen Auftritt im Rahmen des Chorkonzerts vom Liederkranz geben und anschließend beginnen die Vorbereitungen für zwei Adventskonzerte im Dezember. Geprobt wird wie immer jeden Dienstagabend ab 21.15 Uhr in der Kulturscheune. Wer mitsingen oder mal reinschnuppern möchte, ist jederzeit willkommen.

 © Kelkheimer-Zeitung

 

Musical-Highlights in der Scheune

Jedes Frühjahr lädt das Akkordeonorchester des Gesangvereins Union Niederhofheim von 1864 zu einem Kaffeeklatsch mit musikalischen und kulinarischen Leckerbissen ein. In diesem Jahr präsentierte das Akkordeonorchester Potpourris der hochkarätigen Musicals „Starlight Express“, „West-Side-Story“ und „Les Miserables“. Bevor die Musicalmelodien intoniert wurden, waren aber zunächst einmal der Orchesternachwuchs und die Chöre des Vereins zu hören. Dabei spielte der Nachwuchs (Akkordeon- und Melodikaschüler/innen) diesmal – dank freundschaftlicher Beziehungen – zusammen mit dem Akkordeonorchester „Just for Fun“ aus Steinbach-Oberursel. Musiker von 6 bis 66 plus zeigten also wie Junge und Junggebliebene dank Musik harmonieren können. Dann waren die Chöre dran. Der Gemischte Chor sang das Frühlingslied „Es zieht ein Lied“. Schließlich folgte etwas Neues. Zusammen mit dem Gemischten Chor trat ein neu gegründeter Projektchor auf, der sich zukünftig vornehmlich mit Schlagermusik beschäftigen wird. Die beiden Chören sangen gemeinsam den alten Schlager „Seemann“. Bevor der 2002 gegründete Chor „Just for Fun“ seine beiden Titel „Hit the Road, Jack“ und „Brazil“ sang, vertauschte der musikalische Leiter dieses Nachmittags, Henning Schütz, seinen  Taktstock mit einer Gitarre und spielte 2 Stücke zusammen mit dem 8-Jährigen Gitarrenschüler Lars Möller.

Nach einer kurzen Pause war dann das Akkordeonorchester dran und präsentierte die Musicalmelodien. Nicht nur wurden diese schwungvoll vorgetragen, es gab auch noch eine besondere Überraschung als beim finalen Titel des Musicals „Les Miserables“ die Sänger und Sängerinnen der Chöre sich von ihren Plätzen erhoben, nach vorne zur Bühne schritten und zur Musik des Orchesters das „Lied des Volkes“ sangen. Ein emotionaler Effekt, der den Gästen des Kaffeeklatsches noch lange in Erinnerung bleiben dürfte.